Wie läuft eine nuklearmedizinische Untersuchung ab?
Für die Untersuchung wird eine sehr geringe Menge eines radioaktiven Arzneimittels (Radiopharmakon) verabreicht, meist durch eine Injektion in eine Armvene. Seltener erfolgt die Gabe als Kapsel zum Schlucken oder über ein Inhalationsgerät.
Das Radiopharmakon reichert sich gezielt im zu untersuchenden Organ oder Gewebe an und sendet schwache Strahlung aus. Diese wird mit einer speziellen Kamera (z. B. Gammakamera) aufgezeichnet. Die Untersuchung erfolgt mit einem offenen, geräuscharmen Kamerasystem – es handelt sich nicht um eine geschlossene Röhre. Kontrastmittel werden nicht verabreicht.
Die Zeit zwischen der Verabreichung des Radiopharmakons und der Bildaufnahme ist abhängig von der jeweiligen Untersuchung und kann von wenigen Minuten bis zu mehreren Stunden betragen. In seltenen Fällen kann eine zusätzliche Aufnahme an einem Folgetag erforderlich sein.
